Das weltbekannte Ensemble Mazowsze gastierte in Hamburg

Standing ovations ohne Ende – die Zuschauer in der Laeiszhalle in Hamburg wollten einfach nicht nach Hause gehen. Der Auftritt des Lied- und Tanzensembles „Mazowsze“ aus Polen war kein normales Konzert, es war ein Fest. Die begabten Künstler hatten Hamburg lange Zeit nicht besucht, wohl darum schien die Hamburger Polonia geschlossen zum Konzert erschienen zu sein. Außerdem kam „Mazowsze“ zu einem Jubiläumskonzert nach Deutschland. In diesem Jahr wird das Ensemble 70 Jahre alt!

„Cold“ War brachte Mazowsze wieder in Erinnerung

Aber Deutsche kamen ebenfalls: „Mazowsze“ ist schließlich ein Ensemble, das auf der ganzen Welt bekannt ist! Zudem verleiht der Spielfilm „Cold war“ von Pawel Pawlikowski „Mazowsze“ neuen Schwung; polnische Folklore erlebt durch die Tänze und Lieder von „Mazowsze“ auf der Leinwand geradezu eine Renaissance. 

Das Lied „Zwei Herzen, vier Augen, ojojoj“ wurde darin von Joanna Kulig gesungen. Jetzt in Hamburg warteten die Zuschauer gerade auf dieses Lied mit Ungeduld. Als es der Chor anstimmte, verstummte der Saal. Die Konzertgäste waren einfach gerührt. Einige hatten sogar Tränen in den Augen. Andere hatten die polnische Flagge mitgebracht und Transparente, auf die sie auf Deutsch „Danke!“ Geschrieben hatten. Die Polen brachten es fertig, während des Konzertes gemeinsam mit den Künstlern laut zu singen. Manchmal hielt es sie nicht auf ihren Plätzen, dann fingen sie zu tanzen an.

Jagd nach Autogrammen

Miroslawa Olters kam aus Flensburg zum Konzert von „Mazowsze“. Sie kaufte sich auch eine CD und ging auf die Jagd nach Autogrammen. „Einfach toll“, sagte sie in der Pause. Sie bat andere Gäste, ihr doch unbedingt Fotos von dem Konzert zu schicken, denn selbst hatte sie keinen Fotoapparat dabei. Marzena Strowinska kam mit der ganzen Familie zum Konzert und war einfach glücklich.

„Das ist wie ein Stück Heimat“, meinte sie. Eine Gruppe deutscher Freunde bekannte sich dazu, seit Jahren Polnisch zu lernen. Auch sie sangen, als auf der Bühne „Ging ein Mädchen in ein Wäldchen“ erklang.

Applaus ohne Ende

Als die Künstler unter der Leitung von Jacek Boniecki auf das Finale zugingen, wollten die Leute das Ensemble nicht nach Hause gehen lassen. „Danke, Danke, Danke!“, skandierten sie auf Polnisch. Sie applaudierten stehend, bis die Künstler nach zwei Stunden die Bühne verließen.

„Zwei Herzen, vier Augen“ – an diesem Abend waren es Hunderte Herzen und Augen“!

Fotos: Artur Luczak

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